Fr 24.04.20 // Carrington-Brown

Turnadot – eine Brexit-Operette

Kategorie: Highlights | Kabarett | Comedy | Musik | Spielplan | April

Spielort: Theater Sapperlot

Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 20:30 Uhr
VVK: 35 Euro inkl. Gebühr (Online zzgl. 3,50 Euro) / AK: 37 Euro | Karten erhältlich

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© Carrington-Brown

Info

Die erste und kleinste Brexit-Operette der Welt
2 Akte . 2 Darsteller . 1 Cello

Manchmal passiert Jahrzehnte gar nichts und dann vergeht innerhalb einer Woche ein ganzes Jahrhundert. Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und man weiß gar nicht mehr, wo oben und unten ist. So geht es auch Carrie Puddleton und Lawrence Longstaff. Die Cellistin und der Sänger sind die beiden einzigen Mitglieder der Royal Imperial Victorian Opera Company aus good old England, die es geschafft haben europäisches Festland zu erreichen, bevor hinter ihnen die Schotten dicht gemacht haben. Der Brexit fordert eben seine Opfer!

Die beiden sehen sich deshalb mit der Mammutaufgabe konfrontiert zu zweit Puccinis große Oper
»Turandot« zur Aufführung zu bringen. Ein Ding der Unmöglichkeit, möchte man meinen. Dass dabei einiges schief laufen wird, ist vorprogrammiert. So verdrehen sie nicht nur den Namen der Titelfigur, sondern werfen auch flugs ein paar Handlungsstränge durcheinander. Merkwürdig nur, dass die Protagonisten der Oper dabei verblüffend an Aktualität gewinnen. Kläfft Turnadots Hund nicht verdächtig wie ein ehemaliger englischer Minister? Und stochert die männermordende Regentin nicht auffällig vertraut im Nebel britischer Befindlichkeiten? Von wegen »Sein oder Nichtsein« – »Should I stay or should I go now« ist hier die Frage!

Das Musik und Comedy Duo Carrington-Brown alias Rebecca Carrington und Colin Brown hat zusammen mit dem ingeniösen Cello Joe eine turbulente Operette ersponnen, die sich nicht nur mit den haarsträubenden Motiven des alten persischen Märchens beschäftigt, sondern auch die aktuelle europäische Politik aufs Korn nimmt. Die wohl erste und damit kleinste Operette zum Brexit – eine Weltpremiere!

Im Auftrag der Ludwigsburger Schlossfestspiele

»Ich finde es toll, dass wir nach all den Jahren, in denen Carrington-Brown uns mit ihren Auftritten bei den Schlossfestspielen beglückt haben, nun eine gemeinsame Uraufführung auf die Bühne bringen. Die ursprüngliche Idee war ja, die »kleinste Operette der Welt« für zwei Musiker und ein Cello zu stemmen. Dann kamen der Brexit und die wilden Brexiteers über die Insel, Europa und uns  das gefundene Fressen für unsere Operette! Diesen Wahnsinn musikalisch miteinander zu vermischen und schließlich mit den herzzerreißenden Motiven aus »Turandot« und dem staubtrockenen britischen Witz von Carrington-Brown zu würzen, erschien uns mehr als zwingend.«
Thomas Wördehoff (Intendant Ludwigsburger Schlossfestspiele)

Uraufführung im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele: 23.-25. Mai 2019


Rebecca Carrington | Violoncello & mehr
Colin Brown | Gesang & mehr

Rebecca Carrington, Colin Brown, Simon Callow, Arthur Büscher,
Anneke Janssen, Olaf Taranczewski
| Text & Musik
Arthur Büscher & Frederic Zipperlin | Regie & Choreografie


Carrington-Brown und Joe, das Cello: Eine großartige, mehrsprachige, preisgekrönte und hoch musikalische „Ménage-à-trois“. Rebeccas komödiantische Mimik, ihr Sprachwitz und der Spaß Joe virtuos zu spielen. Dazu Colin, der mit seiner tiefen und durchdringenden Stimme Rebecca und Joe singend und schauspielerisch wunderbar ergänzt. So bringen sie gemeinsam seit nun mehr als zehn Jahren einen charmanten Grenzgang zwischen Klassik und Pop sowie eine brillante Mischung aus Musik und britischem Humor auf die Bühne und sorgen seither international für Furore mit Auftritten in den USA, Kanada, Südafrika und ganz Europa.

Rebecca Carrington, die mehrsprachige Musikerin, Kabarettistin und Darstellerin Rebecca Carrington und Joe, ihr Cello aus dem 18. Jahrhundert, sind mit Sicherheit eines der unge-wöhnlichsten Zweigespanne unserer Zeit. Ausgebildet in klassischem Cello und Gesang am Royal Northern College of Music (Manchester, GB) und an der Rice University Houston (USA) lernte Rebecca Carrington die Orchestergräben der Welt kennen. Sie spielte unter anderem mit dem London Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem BBC Symphony Orchestra, trat in England, den USA, Südafrika, Frankreich, der Schweiz und Deutschland auf und gewann 1996 den University Mastercard Talent Search. Mitgewirkt hat sie unter anderem bei Hollywoods Filmmusikaufnahmen von „Der Herr der Ringe”, „Harry Potter”, „Hannibal”, „Gangs of New York” und „Bless the Child“. Erste Auftritte als Comedian hatte sie ungewollt vor Freunden, kurz darauf trat sie schon in diversen Comedy Clubs der USA auf die Bühnen. Der South East Music Scheme Award 2004 und der begehrte deutsche Prix Pantheon 2007 bezeugen ihre Festivalerfolge.

Colin Brown ist ausgebildeter Schauspieler und Sänger. Neben diversen Rollen in britischen Filmen und Fernsehserien und der Tätigkeit als Synchronsprecher trat Colin in Londons West End sowie mit der Royal Shakespeare Company auf. Er war 10 Jahre lang Mitglied der Kult-A-Cappella-Gruppe „The Magnets“ und begleitete Robbie Williams 2006 als Background-Sänger auf dessen „Close Encounters”-Welttournee. Darüber hinaus ist er als Vocal Coach tätig und betreut u.a. Viva Voce, eine der besten A-Cappella-Gruppen Deutschlands. Als leidenschaftlicher Dudelsackspieler spielte Colin bereits in der Royal Albert Hall, im Edinburgh Castle und für Queen Elisabeth II. im Buckingham Palace.

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